Utagawa Hirokage, tätig um 1855 bis 1865, war ein Schüler des Landschaftsmeisters Hiroshige und ist vor allem für seine komischen Ansichten Edos in Erinnerung geblieben. Dieses Blatt zeigt einen Tiger in Ryōkoku, dem belebten Flussviertel an der Sumida, bekannt für seine Brücke, seine Jahrmärkte und seine Schaubuden. Es gehört zu jener Linie inszenierter Straßenvorfälle, für die seine Serien bekannt wurden.
Wo sein Lehrer ruhige Landschaften schuf, kippte Hirokage das alltägliche Stadtleben ins Absurde. Figuren reagieren, stieben auseinander und gestikulieren, als das große gestreifte Tier unter ihnen erscheint; die Komposition baut auf dem Moment des Aufruhrs auf, nicht auf der Stille. Klare schwarze Umrisse und flache Farbflächen, typisch für den Holzschnitt der späten Edo-Zeit aus der Utagawa-Schule, halten das Geschehen auf einen Blick lesbar.
An der Wand trägt der Druck den Charakter Edos im neunzehnten Jahrhundert — seine Menschenmengen, sein Theater, seine . . . Mehr lesen >>
Utagawa Hirokage, tätig um 1855 bis 1865, war ein Schüler des Landschaftsmeisters Hiroshige und ist vor allem für seine komischen Ansichten Edos in Erinnerung geblieben. Dieses Blatt zeigt einen Tiger in Ryōkoku, dem belebten Flussviertel an der Sumida, bekannt für seine Brücke, seine Jahrmärkte und seine Schaubuden. Es gehört zu jener Linie inszenierter Straßenvorfälle, für die seine Serien bekannt wurden.
Wo sein Lehrer ruhige Landschaften schuf, kippte Hirokage das alltägliche Stadtleben ins Absurde. Figuren reagieren, stieben auseinander und gestikulieren, als das große gestreifte Tier unter ihnen erscheint; die Komposition baut auf dem Moment des Aufruhrs auf, nicht auf der Stille. Klare schwarze Umrisse und flache Farbflächen, typisch für den Holzschnitt der späten Edo-Zeit aus der Utagawa-Schule, halten das Geschehen auf einen Blick lesbar.
An der Wand trägt der Druck den Charakter Edos im neunzehnten Jahrhundert — seine Menschenmengen, sein Theater, seine Lust am Scherz. Er bringt Wärme und Erzählung in ein Wohnzimmer, einen Flur oder einen Raum, der neben ruhigeren Stücken etwas Witz verträgt, und belohnt einen zweiten Blick, wenn die kleinen Reaktionen jeder Figur deutlich werden.
Dies ist eine Ausgabe im Galeriestil. Auf Feinkunstpapier und bei gerahmten Drucken umgibt ein breiter gedruckter Rand das Bild wie ein Museumspassepartout und wahrt dieselbe Proportion, ob das Blatt klein oder groß ist. Die Leinwandfassung ist stattdessen über einen massiven Holzrahmen gespannt und hängt ohne Rand und ohne zusätzliche Rahmung. Jede Fassung wird in Europa auf Bestellung gefertigt.
Häufig gestellte Fragen
Was ist auf diesem Druck zu sehen?
Einen Tiger, der in Ryōkoku (auch Ryōgoku genannt), einem Flussviertel Edos, ein Huhn erbeutet — gezeichnet in Hirokages komischem Register.
Wofür war Ryōkoku in Edo bekannt?
Ryōkoku (oder Ryōgoku), an der Sumida und ihrer berühmten Brücke gelegen, war ein Zentrum für Jahrmärkte, Theater und Schaubuden — eine natürliche Bühne für das Spektakel und das Gewimmel, das Hirokage gern darstellte.
Wie unterscheidet sich Hirokage von seinem Lehrer Hiroshige?
Hiroshige ist für ruhige, atmosphärische Landschaften berühmt; Hirokage wandte dieselbe Technik der Utagawa-Schule auf Komik und Vorfälle in den Straßen Edos an.
Welchen Druckstil verwendet er?
Klare schwarze Umrisse und flache Farbflächen, charakteristisch für die Holzschnitte der späten Edo-Zeit aus der Utagawa-Schule, die die belebte Szene leicht lesbar halten.
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Historische Periode Japans: Edo 江戸 (1603-1868)
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