Ogata Gekkō (1859–1920) arbeitete in der Meiji-Zeit, als japanische Künstler westliche Vorstellungen von Komposition aufnahmen und zugleich an einheimischen Motiven und Techniken festhielten. „Der Ruf des Kuckucks“ widmet sich dem Hototogisu, dem kleinen Kuckuck, einem Vogel, der tief in der japanischen Dichtung verwurzelt ist. Jahrhundertelang stand sein nächtlicher Ruf für den Beginn des Sommers und das stille Vergehen der Zeit, und Gekkō schöpft aus dieser langen literarischen Verbindung.
Der Druck ist mit jener Zurückhaltung gestaltet, die Gekkōs beste Arbeiten auszeichnet. Offene Bildflächen dürfen atmen, und die Linie ist fein und sparsam, dem Pinselbild ebenso verpflichtet wie dem Holzschnitt. Westliche Lehren von der räumlichen Tiefe liegen still unter einem japanischen Gefühl für den leeren Raum, sodass dem Auge Raum gegeben statt genommen wird.
An der Wand wirkt das Bild wie ein Augenblick der Stille. Seine luftige Komposition passt zu einem Ort der Ruhe . . . Mehr lesen >>
Ogata Gekkō (1859–1920) arbeitete in der Meiji-Zeit, als japanische Künstler westliche Vorstellungen von Komposition aufnahmen und zugleich an einheimischen Motiven und Techniken festhielten. „Der Ruf des Kuckucks“ widmet sich dem Hototogisu, dem kleinen Kuckuck, einem Vogel, der tief in der japanischen Dichtung verwurzelt ist. Jahrhundertelang stand sein nächtlicher Ruf für den Beginn des Sommers und das stille Vergehen der Zeit, und Gekkō schöpft aus dieser langen literarischen Verbindung.
Der Druck ist mit jener Zurückhaltung gestaltet, die Gekkōs beste Arbeiten auszeichnet. Offene Bildflächen dürfen atmen, und die Linie ist fein und sparsam, dem Pinselbild ebenso verpflichtet wie dem Holzschnitt. Westliche Lehren von der räumlichen Tiefe liegen still unter einem japanischen Gefühl für den leeren Raum, sodass dem Auge Raum gegeben statt genommen wird.
An der Wand wirkt das Bild wie ein Augenblick der Stille. Seine luftige Komposition passt zu einem Ort der Ruhe — ein Schlafzimmer, eine Leseecke, ein Platz am Fenster, wo das Licht weich ist. Die zurückhaltende Farbpalette verträgt sich mit natürlichen Materialien und hellen Wänden, und der offene Raum im Bild verleiht dem Zimmer ringsum ein Gefühl von Ruhe.
Dies ist eine Ausgabe im Galeriestil. Auf Feinkunstpapier und bei gerahmten Drucken umgibt ein breiter gedruckter Rand das Bild wie ein Museumspassepartout und wahrt dieselbe Proportion, ob das Blatt klein oder groß ist. Die Leinwandfassung ist stattdessen über einen massiven Holzrahmen gespannt und hängt ohne Rand und ohne zusätzliche Rahmung. Jede Fassung wird in Europa auf Bestellung gefertigt.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Motiv dieses Drucks?
Der Hototogisu, der kleine Kuckuck, ein Vogel, der in der japanischen Dichtung seit Langem mit Sommernächten und dem Vergehen der Zeit verbunden ist.
Warum ist der Kuckuck in der japanischen Tradition bedeutsam?
Sein nächtlicher Ruf erscheint seit über tausend Jahren in der japanischen Dichtung als Zeichen des Sommers und Sinnbild der verrinnenden Zeit — einer der ausdrucksstärksten Vögel des poetischen Kanons.
Welcher Epoche gehört Ogata Gekkō an?
Gekkō (1859–1920) arbeitete in der Meiji-Zeit und verband japanische Tradition mit westlichen Vorstellungen von Komposition.
Wie lässt sich der Stil beschreiben?
Zurückhaltend und atmosphärisch, mit feiner Linienführung, offenem Raum und einer Nähe zur Pinselmalerei neben dem Medium des Holzschnitts.
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Historische Periode Japans: Meiji 明治 (1868-1912)
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