Eine geflügelte Gestalt bewegt sich durch den offenen Himmel, mit langen, fließenden Linien, die sich als Gefieder und wehende Gewänder lesen lassen. Das Motiv gehört zur mythologischen Bildwelt des Edo-zeitlichen Japan, in der buddhistische und chinesische Motive ineinandergriffen, und ist in der Manier gehalten, die mit den mythologischen Studien von Katsushika Hokusai (1760–1849) verbunden wird, dem rastlosen Zeichner der späten Edo-Zeit. Die Komposition erinnert an den Hō-ō, den japanischen Phönix — einen Glücksvogel, der in Zeiten des Friedens erscheinen soll —, auch wenn sich die Figur einer einzigen festen Deutung entzieht.
Das Bild spricht die Sprache des japanischen Holzschnitts. Eine Pinselzeichnung wird in Kirschholz geschnitten, eingefärbt und von Hand gedruckt, sodass jede Kontur die Spannung der ursprünglichen Linie bewahrt. Weiche Tonverläufe, wie sie die Drucker von Edo mit dem feuchten Pinsel aus dem Druckstock holten, geben dem Himmel Tiefe, während d . . . Mehr lesen >>
Eine geflügelte Gestalt bewegt sich durch den offenen Himmel, mit langen, fließenden Linien, die sich als Gefieder und wehende Gewänder lesen lassen. Das Motiv gehört zur mythologischen Bildwelt des Edo-zeitlichen Japan, in der buddhistische und chinesische Motive ineinandergriffen, und ist in der Manier gehalten, die mit den mythologischen Studien von Katsushika Hokusai (1760–1849) verbunden wird, dem rastlosen Zeichner der späten Edo-Zeit. Die Komposition erinnert an den Hō-ō, den japanischen Phönix — einen Glücksvogel, der in Zeiten des Friedens erscheinen soll —, auch wenn sich die Figur einer einzigen festen Deutung entzieht.
Das Bild spricht die Sprache des japanischen Holzschnitts. Eine Pinselzeichnung wird in Kirschholz geschnitten, eingefärbt und von Hand gedruckt, sodass jede Kontur die Spannung der ursprünglichen Linie bewahrt. Weiche Tonverläufe, wie sie die Drucker von Edo mit dem feuchten Pinsel aus dem Druckstock holten, geben dem Himmel Tiefe, während das dichte Linienwerk von Federn und Gewändern ebenso von der Geduld des Schneiders erzählt wie von der Hand des Zeichners.
In einem ruhigen Interieur wirkt der Druck wie ein angehaltener Atemzug. Seine aufsteigende Bewegung und die gedämpfte Palette fügen sich natürlich zu hellen Wänden, hellem Holz und Leinen — den Materialien von Japandi- und skandinavischen Räumen. Er belohnt einen Platz, an dem das Auge langsam auf ihm ruhen kann: über einem niedrigen Sideboard, neben einem Lesesessel, am Ende eines Flurs.
Das Motiv ist erhältlich als Druck auf dickem schneeweißem Papier, fertig zum Rahmen, im Holzrahmen oder als Satin-Leinwand in Künstlerqualität mit fein gewebter Oberfläche. Jedes Stück wird in Europa von Hand veredelt und sorgfältig verpackt versandt.
Häufig gestellte Fragen
Was zeigt der Druck?
Eine mythische geflügelte Gestalt aus der buddhistisch geprägten Bildwelt Japans. Die Quellen deuten sie unterschiedlich — manche sehen einen phönixartigen Vogel in der Tradition des Hō-ō, andere ein himmlisches Wesen mit wehenden Gewändern —, daher beschreiben wir sie schlicht als mythisches geflügeltes Motiv in der Manier von Hokusais mythologischen Studien.
Was ist der Hō-ō?
Der Hō-ō ist der japanische Phönix, ein Mischwesen chinesischen Ursprungs, das mit Tugend, Harmonie und dem Anbruch friedlicher Zeiten verbunden wird. Er erscheint in der japanischen Malerei, auf Textilien und in Tempelschnitzereien; diese Komposition knüpft an diese Tradition an.
Zu welcher Gattung gehört dieses Bild?
Es gehört zur mythologisch-religiösen Seite des japanischen Holzschnitts, in der Drachen, Phönixe und himmlische Wesen neben Landschaften und Schauspielerporträts stehen.
In welche Räume passt der Druck?
In Räume, in denen Ruhe zählt: Schlafzimmer, Arbeitszimmer, Leseecken und Flure. Die gedämpfte Palette und die aufsteigende Bewegung harmonieren mit hellem Holz, Leinen und ruhigen Wänden.
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Historische Periode Japans: Edo 江戸 (1603-1868)
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