Ein alter Papierschirm öffnet ein einzelnes Auge, streckt die Zunge heraus und hüpft auf einem nackten Bein voran. Das ist der Kasa-Obake, der Schirmgeist der japanischen Yōkai-Folklore, hier in einem Osaka-Farbholzschnitt aus der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts, der Gosōtei Hirosada zugeschrieben wird, dem Osaka-Meister der Kabuki-Schauspielerporträts, tätig etwa 1847–1863. Im Druckhandwerk Osakas standen solche Erscheinungen den Geisterstücken der Kabuki-Bühne nahe, auf der das Übernatürliche ebenso Unterhaltung wie Warnung war.
Der Druck gehört zur Osaka-Schule des Ukiyo-e, einer Tradition, die für kompakte Formate, dichte Pigmente und sorgfältigen Holzschnitt bekannt ist. Jede Farbe wurde in einen eigenen Kirschholzblock geschnitten und von Hand gedruckt, Schicht über Schicht, auf handgeschöpftes Papier. Das Ergebnis ist ein gesättigtes, nah gefasstes Bild mit der kühnen Präsenz des Yakusha-e, der Schauspielerporträts, auf die die Osaka-Werkstätten spezialisiert . . . Mehr lesen >>
Ein alter Papierschirm öffnet ein einzelnes Auge, streckt die Zunge heraus und hüpft auf einem nackten Bein voran. Das ist der Kasa-Obake, der Schirmgeist der japanischen Yōkai-Folklore, hier in einem Osaka-Farbholzschnitt aus der Mitte des neunzehnten Jahrhunderts, der Gosōtei Hirosada zugeschrieben wird, dem Osaka-Meister der Kabuki-Schauspielerporträts, tätig etwa 1847–1863. Im Druckhandwerk Osakas standen solche Erscheinungen den Geisterstücken der Kabuki-Bühne nahe, auf der das Übernatürliche ebenso Unterhaltung wie Warnung war.
Der Druck gehört zur Osaka-Schule des Ukiyo-e, einer Tradition, die für kompakte Formate, dichte Pigmente und sorgfältigen Holzschnitt bekannt ist. Jede Farbe wurde in einen eigenen Kirschholzblock geschnitten und von Hand gedruckt, Schicht über Schicht, auf handgeschöpftes Papier. Das Ergebnis ist ein gesättigtes, nah gefasstes Bild mit der kühnen Präsenz des Yakusha-e, der Schauspielerporträts, auf die die Osaka-Werkstätten spezialisiert waren.
Im Wohnraum wirkt das Schirmmonster als stilles Stück Humor. Sein dunkler Grund und die zurückhaltende Palette fügen sich gut in ein Japandi- oder skandinavisches Interieur, während das einzelne Auge der Wand einen Blickpunkt gibt. Es passt in einen Flur, ein Arbeitszimmer oder eine Leseecke — dorthin, wo man den Scherz langsam entdecken kann.
Das Werk ist erhältlich als Kunstdruck auf dickem, mattem Papier, als gerahmter Druck hinter bruchsicherem Acrylglas oder auf satinbeschichteter Baumwollleinwand. Jedes Format bewahrt die tiefen Tuschtöne und die feine Linienführung des originalen Holzschnittentwurfs.
Häufig gestellte Fragen
Was ist der Kasa-Obake?
Ein Yōkai, ein Geist der Volksüberlieferung, in Gestalt eines alten Papierschirms. Die Tradition gibt ihm ein Bein, ein einzelnes Auge und eine lange Zunge; er hüpft schelmisch umher, statt wirklich Schaden anzurichten.
Was sind Tsukumogami?
Tsukumogami sind Haushaltsgegenstände, die nach langen Jahren des Dienstes ein Eigenleben entwickeln sollen. Der Schirmgeist ist einer der bekanntesten — ein Alltagsding, das wach und verspielt geworden ist.
Hat der Druck eine Verbindung zum Kabuki-Theater?
Eine enge. Er stammt aus der Osaka-Tradition der Schauspielerdrucke, und Schirmgeister und andere Erscheinungen traten in den Geisterstücken der Kabuki-Bühne auf. Das genaue Stück oder die Serie hinter diesem Bild ist nicht dokumentiert, daher beschreiben wir es schlicht als Osaka-Folkloremotiv.
In welchen Raum passt dieser Druck?
In einen Flur, ein Arbeitszimmer oder ein Kinderzimmer. Er bringt einen Hauch verspielter Folklore, ohne ein ruhiges Interieur zu stören.
<< Weniger lesen
Historische Periode Japans: Edo 江戸 (1603-1868)
Schauen Sie sich andere Kunstwerke von Gosōtei Hirosada