Katsushika Hokusai

Selbstbildnis als alter Mann von Katsushika Hokusai | Portrait über Katsushika Hokusai von Keisai Eisen

Katsushika Hokusai (1760-1849) ist der wohl berühmteste Künstler Japans, ein Ukiyo-e-Maler und Grafiker der Edo-Zeit, dessen Einfluss sich weltweit ausbreitete und die Künstler des westlichen Impressionismus maßgeblich beeinflusste.

Der in Edo (heute Tokio) geborene Hokusai lebte ein langes und unglaublich produktives Leben und änderte bekanntlich seinen Künstlernamen (gō) mehrmals - über 30 Mal - wobei jeder Name oft eine neue künstlerische Periode oder einen neuen Schwerpunkt markierte. Er begann seine künstlerische Reise als Teenager, als er bei einem Holzschnittschnitzer in die Lehre ging, bevor er in das Atelier von Katsukawa Shunshō eintrat, einem führenden Ukiyo-e-Künstler, der für seine Schauspieler-Grafiken bekannt war. Hokusais Interessen waren jedoch viel breiter gefächert als die seines Meisters.

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Er erforschte verschiedene Stile, studierte europäische Kupferstiche, die seine perspektivischen Techniken beeinflussten, und verließ schließlich die Katsukawa-Schule, um seinen eigenen künstlerischen Weg zu gehen. Hokusais Werk ist erstaunlich vielfältig und umfasst Buchillustrationen, privat in Auftrag gegebene Drucke (surimono), Gemälde und, am berühmtesten, Holzschnittserien. Er stellte Landschaften, schöne Frauen (bijin-ga), Szenen aus dem täglichen Leben, Naturstudien (Vögel, Blumen, Tiere) sowie mythologische und historische Themen dar.

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Sein bekanntestes Werk ist die Serie "Sechsunddreißig Ansichten des Berges Fuji" (Fugaku Sanjūrokkei), die in den frühen 1830er Jahren entstand. Zu dieser Serie, die 46 Blätter umfasst, gehören die weltberühmten Bilder "Die große Welle vor Kanagawa" und "Feiner Wind, klarer Morgen" (Roter Fuji). Diese Drucke revolutionierten die Landschaftsmalerei in Ukiyo-e, indem sie den Berg Fuji von verschiedenen Standorten und zu verschiedenen Jahreszeiten zeigen, oft mit dynamischen Kompositionen und einem menschlichen Element.

Er war ein Zeitgenosse von Ukiyo-e.

Er war ein Zeitgenosse von Künstlern wie Utamaro und Hiroshige, doch sein Ansatz war anders. Während Utamaro sich auf idealisierte weibliche Schönheit und Hiroshige auf poetische, stimmungsvolle Landschaften konzentrierte, war Hokusai für seine kühnen Entwürfe, innovativen Perspektiven und oft dramatischen oder sogar humorvollen Darstellungen bekannt. Er war ein unermüdlicher Erneuerer und experimentierte ständig mit neuen Techniken und Themen. Sein "Hokusai Manga", eine Sammlung von Tausenden von Skizzen von Alltagsgegenständen, Menschen, Tieren und Fabelwesen, diente als Zeichenhandbuch und ist ein Zeugnis seiner scharfen Beobachtung und grenzenlosen Kreativität.

Hokusai bezeichnete sich selbst in seinen späteren Jahren als "Gakyō Rōjin" (Alter Mann, der verrückt nach Malerei ist), was seine lebenslange Hingabe an seine Kunst widerspiegelt. Er glaubte, dass er erst in seinen neunziger Jahren und darüber hinaus sein Handwerk wirklich beherrschen würde. Sein Einfluss auf die westliche Kunst, die als Japonisme bekannt ist, war tiefgreifend, und Künstler wie Monet, Degas und Van Gogh ließen sich von seinen Kompositionen und seiner Farbgebung inspirieren.

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Hokusais Vermächtnis ist das eines vielseitigen und unendlich erfinderischen Meisters, der die Grenzen des Ukiyo-e auslotete und einige der dauerhaftesten Bilder der weltweiten Kunstgeschichte schuf.

Wenn Sie mehr über den Künstler erfahren möchten: Hokusai - Wikipedia